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Todestag Martin Schleyer: Plansprache Volapük

Viele Völker, noch mehr Sprachen - weder Volapük noch Esperanto konnten dies ändern - Foto von: © Visty - Fotolia.com

Viele Völker, noch mehr Sprachen - weder Volapük noch Esperanto konnten dies ändern - Foto von: © Visty - Fotolia.com

Johann Martin Schleyer war ein Mann der vielseitigen Begabungen. Geboren wurde er 1831 in Oberlauda und lebte ein vielseitiges, erfülltes Leben, bis er 1912 in Konstanz am Bodensee verstarb.

Sprechen wie man hört

Neben der Beschäftigung mit Musik, Literatur, einer Beschäftigung als Religionslehrer und Priester fand er noch genug Zeit um eine Plansprache zu erfinden, das sogenannte Volapük. Er tat dies um dies Missstände seiner Zeit zu bekämpfen, wie er selbst vorgab, aber vielleicht auch nur, weil ihm langweilig war. Mit den anderen Sprachen war er durchaus zufrieden und er dachte nicht daran, das sich seine Sprache irgendwann durchsetzen würde. Eine weitere Legende berichtet von einem Nachbarn, dessen Sohn nach Amerika ausgewandert war, und dieser die englische Adresse mit deutschen Ohren gehört hatte. Demzufolge war die Schreibweise so verworren, dass erst durch den Einsatz von Schleyer wieder ein Kontakt zum Sohn möglich war. Schleyer erkannte daran die Erleichterung, die eine globale Universalsprache mit sich bringen könnte und erschuf von nun an neue Sprachen. Zuerst kombinierte er 1877 das sogenannte Völkerdolmetsch aus englischen, russischen, französischen, italienischen und deutschen Vokabeln. 1878 begann er, ein Weltalphabet zu entwickeln und 1879 begann er mit seinem Meisterstück, dem Vopalük. Das verschaffte ihm internationale Anerkennung, brachte aber auch einige zum Schmunzeln.

Volapük bleibt Nischensprache

Schleyer war ein Sprachgenie, veröffentlichte in 22 Sprachen Bücher und soll sich insgesamt mit 88 Sprachen beschäftigt haben. Vopalük konnte sich allerdings nie durchsetzen. Es wurden mehrere Kongresse durchgeführt, auf denen allerdings Deutsch gesprochen wurde. Schleyer sah sich immer als der Urheber der Sprache und pochte auf ein allumfassendes Vetorecht. Reformbewegungen wurden von ihm unterdrückt und daher entwickelte sich das Vopalük nie in die Position, die später das Esperanto einnehmen sollte. Schleyer resignierte und polemisierte gegen die neue Kunstsprache

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