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Tipp: Ausstellung zum Thema Plansprachen

Staatsbibliothek - Foto von: © C. Schiller - Fotolia.com

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Die Ziele der Srachentwickler waren groß und hehr, Weltfrieden sollten die Plansprachen bringen, zur Völkerverständigung beitragen und sprachliche Vor – und Nachteile ausgleichen. Zwei von diesen Plansprachen sind besonders bekannt und können nun in einer Ausstellung in der Bayerischen Staatsbibliothek kennengelernt werden.

Der Priester Johann Martin Schleyer, der im Jahre 1912 gestorben ist, gilt als der Vater der Plansprache Volapük. Diese künstliche Sprache hat es jedoch nie zu großer Bekanntheit gebracht, zu kompliziert war sie zu erlernen. Die Komplexität war ein Problem von Volapük, der Kontrollzwang ihres Erfinders ein anderes. Keine Sprachveränderung oder Weiterentwicklung wollte und konnte Schleyer zulassen, ohne sie vorher zu prüfen und abzusegnen. Unter dieser sehr autoritären Herrschaft konnte sich die Sprache nicht entwickeln und verbreiten und wird heute nicht mehr gesprochen. Dennoch hat sie einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von späteren Sprachen geleistet.

Im Jahr 1887, also bereits vor 125 Jahren und nur sieben Jahre, nachdem Schleyers erstes Volapük-Lehrbuch erschienen war, stellte ein Augenarzt mit dem Namen Lazar Markovic Zamenhof unter dem Pseudonym ‘Dr. Esperanto’ ein Buch vor, das den Titel ‘Internacia Lingvo’ trug. Damit war der Grundstein für die Sprache ‘Esperanto’ gelegt, die heute die am häufigsten gesprochene Plansprache weltweit ist. Es wird geschätzt, dass 100.000 bis 1 Million Menschen diese Sprache sprechen können. Besonders in Russland war die Plansprache, die sich aus romanischen und germanischen Sprachen zusammensetzt, sehr beliebt und fand dort die meisten Anhänger. Inzwischen hat die Sprache eine große Anhängerschaft, und es finden regelmäßig Treffen, Workshops und Kongresse statt.

In der Schatzkammer der Bayerischen Staatsbibliothek werden nun in vielen Vitrinen und auch mit Hilfe von interaktiven Anwendungen die beiden Sprachen Volapük und Esperanto vorgestellt. Außerdem wird mit der Ausstellung versucht, dem Projekt der Esperanto-Parkstadt nachzuspüren. Die Pläne, die um 1913 aufgegeben wurden, umfassten eine Siedlung mit 500 Einfamilienhäusern, die errichtet werden sollten, um Esperanto-Sprecher dort anzusiedeln. Warum es nie soweit gekommen ist, ist bislang ein Geheimnis.

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