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Smartphone und Internet verändern unsere Sprache

Neue Kommunikationswege - Foto von: © panthermedia.net/Marin Conic

Neue Kommunikationswege – Foto von: © panthermedia.net/Marin Conic

Dass Internet und Smartphone unsere Sprache und Kommunikation nachhaltig verändern, ist seit längerer Zeit bekannt. Beide helfen uns, wenn wir uns in der fremden Stadt verirrt haben, oder machen es möglich, mit der Freundin, die gerade zum Auslandssemester in Kambodscha ist, problemlos zu kommunizieren. Aber wie sehen die Auswirkungen, die durch diese neuen Kommunikationsstrukturen entstehen, tatsächlich aus?

Neue Begriffe für neue Kommunikationswege

Dass Sprache sich in regelmäßigen Abständen verändert, ist zunächst nichts, was einem die Sorgenfalten ins Gesicht treiben müsste. Aber dennoch hat es nie zuvor so viele neue Begriffe gegeben, wie in den vergangenen Jahren. Der Grund dafür ist ein recht banaler – seitdem mehr und mehr Menschen tagtäglich das Internet oder Smartphone benutzen, muss die Sprache geeignete Worte hervorbringen, um sich den kurzen Kommunikationswegen anzupassen. Es ist natürlich einfacher, jemandem etwas zu „posten“, anstatt ihm „etwas auf seine Pinnwand zu schreiben“.

Englisch füllt die Lücken des Deutschen

Jannis Androutsopoulos, der Professor für Linguistik an der Universität Hamburg ist, erklärt, dass technischer Fortschritt immer schon einen großen Einfluss auf die Sprache gehabt hat. Als ein Beispiel führt er die „Funkstille“ an, die mit der Popularität des Hörfunks in den 50er Jahren entstanden ist. Dass heutzutage oftmals englische Begriffe verwendet werden, hängt vor allen Dingen damit zusammen, dass die englische Sprache teilweise gut geeignet ist, begriffliche Lücken der deutschen Sprache aufzufüllen. „App“ kommt einem eben leichter über die Lippen als „Zusatzprogramm“.

Der Einfluss auf die Art und Weise des Schreibens ist indes um einiges größer. Das muss nicht per se negativ sein, sondern meint einfach, dass die Fülle an Möglichkeiten, sich schriftlich auszudrücken, stetig wächst. Nie zuvor in der Geschichte wurde soviel geschrieben wie jetzt, wie Experten erklären. Wie die Entwicklung mit den vielen neuen Begriffen weitergehen wird, kann man derzeit nur erahnen. Einige wandern in den Duden, andere verlieren sich wieder – so ist es aber eben immer gewesen.

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