Selektiver Mutismus

© bit.it - Fotolia.com

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Es gibt auf der Welt einige Menschen, die von Stummheit und Taubheit betroffen sind und daher in unserer Welt nicht reden und auch nichts hören können. Das ist weitreichend bekannt und keine wirkliche Überraschung mehr. Jedoch ist das Phänomen des “selektiven Mutismus” in der Tat für viele noch eine Überraschung, da es sich um eine eher unbekannte Störung handelt. Bei den Kindern, die unter dieser Krankheit leiden, sind die Sprach- und Hörorgane meistens vollkommen in Ordnung. Außerdem besitzen die Kinder auch die Fähigkeit zu sprechen. So tun sie dies meistens auch in den privaten und engsten Kreisen der Familie, hören jedoch damit auf, sobald jemand fremdes dazukommt. Da sie nur in bestimmten Situationen nicht sprechen können, bezeichnet man dies als selektiven Mutismus.

Meistens tauchen die ersten Symptome im Kindergarten- oder Grundschulalter auf. Die Erzieher und Pädagogen sind damit meist völlig überfordert und sehen es auch nicht als Krankheit, sondern definieren das Kind einfach als schüchtern und zurückhaltend. Dabei wird dann oft die Haltung gegenüber dem Schüler angepasst, sodass nur noch Fragen gestellt werden, die mit Gestik beantwortet werden können oder aber das Kind wird vollkommen ignoriert. Problematisch ist vor allem, dass die Krankheit meistens sehr spät diagnostiziert wird, da mutistische Kinder sich bei Pädagogen zu Anfang einer sehr großen Beliebtheit erfreuen, da ruhige Kinder gut für das Klassenklima sind.

Am problematischsten ist es jedoch, dass die Ursachen bisher noch nicht bekannt sind und es aus diesem Grund auch unzählige Therapieansätze gibt. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man nie aufhört das Kind zu fordern und immer wieder an seine Sprache appelliert und viel unternimmt, um es zum Sprechen zu bewegen. Die meisten mutistischen Kinder finden nämlich früher oder später wieder zu ihrer Sprache, was jedoch ohne professionelle Hilfe ein sehr schwieriger Prozess ist.

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