International: Der schwäbische Dialekt

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Sich im eigenen Land mit der eigenen Sprache zu verständigen, ist manchmal gar nicht so leicht. Mancher Dialekt wirkt nämlich schon wie eine eigene Sprache. Um die verschiedensten deutschen Färbungen zu hören, muss man auch gar nicht weit suchen. Oft haben nämlich schon kleine Dörfer ihren eigenen Dialekt. Schwierig wird es vor allem, wenn neue Worte mit ins Spiel kommen. Was meinen die Schwaben zum Beispiel mit „Fatzenähtle“? Bei Nachforschungen erfährt man, dass hier vom Einstecktuch in der Jaquette-Tasche die Rede ist.
Interessant wird es auch dann, wenn es um den Ursprung von Dialekten geht. So dachte man jahrelang, dass das „Fatzenähtle“ vom französischen ‚façonnette“ stammt. Das kann aber allein deshalb nicht stimmen, da es dieses Wort im französischen gar nicht gibt. Die schwäbische Bezeichnung für das Einstecktuch liegt viel mehr im italienischen, deren Wort „fazzoletto“ mit Taschen-, Hals- oder eben auch Einstecktuch übersetzt wird. Der schwäbische Dialekt ist also nicht nur von dem westlichen Nachbarn, sondern auch aus dem Süden beeinflusst.
Dass die Völkerverständigung unter Dialekten auch leiden kann, sieht man bei dem nächsten Beispiel. Der südbadische Begriff „Bagaasch“ bezeichnet die liebe Verwandtschaft, ist neckisch, jedoch eher negativ gemeint und stammt wohl vom französischen „bagage“, der Bezeichnung für Gepäck, oder Last. Wenn man in Frankreich am Bahnhof nun also nach seiner „bagage“ gefragt wird, dann sollte man das nicht unbedingt auf den Anhang beziehen. Weitere Wortschöpfungen des Schwäbischen sind zum Beispiel „Buddola“ für Ohrringe, „Podder“ für Halsketten und „Zirenga“ für Flieder. Das ist zwar absolutes Insider-Wissen, aber wenn das nächste Mal ein Besuch bei der schwäbischen Schwiegermutter ansteht, bestimmt nicht zu verachten. Schließlich behaupten die Süddeutschen selbst von sich: „Wir können alles, außer hochdeutsch.“
5 Kommentare zu “International: Der schwäbische Dialekt”
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Nun Dialekte sind doch was schöne und ich persönlich mag den schwäbischen Dialekt sehr. Und das sich unter “breschtlingsgeselz” Erdbermarmelade verbirgt finde ich einfach nett.
Dass die Schwaben (bzw. Baden-Württemberger) kein Hochdeutsch könnten, ist natürlich gelogen, wie man an den Pisatests leicht sehen kann. Dass sich die Aussprache dieser Variante des Standartdeutschen anders anhört als von einem Hamburger, ist nur logisch.
Im Südwesten haben sich nicht nur viele “welsche” Worte erhalten, weil man nahe den romanischen Ländern ist, sondern auch weil die preussische Sprachreinigungspolizei ein bisschen weiter weg war und ist. Des Weiteren haben sich in und um Stuttgart auch viele Hugenotten angesiedelt.
Hallo, also ich mag das “” nicht so sehr, die ganzen Verniedlichungsformen, sind mir einfach zu antrengend.
Ach, ich finde den Asterix auf Schwäbisch zum schlapp lachen. Aber das denke ich auch über den Asterix in der Schweiz.
Also ich finde das Schwäbische klingt nett, nicht so hart aber doch noch verständlich.