Ende für gedruckte englischsprachige Enzyklopädie

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Bei der Enzyklopedia Britannica handelt es sich um eine Enzyklopädie in englischer Sprache, die vor allem im wissenschaftlichen Bereich den Ruf von sehr zuverlässigen Angaben genießt. Als Produkt der schottischen Aufklärung hat man es sich mit ihr zur Aufgabe genommen, das menschliche Wissen möglichst breitgefächert wiederzugeben. Unter den Autoren sind zumeist renommierte Wissenschaftler und bekannte Publizisten.

Schon seit dem Jahr 1768 wurde die Enzyklopädie herausgegeben, wobei die Ausgabe der Britannica in 2004 mit bereits 75 000 Artikeln versehen wurde. Doch dieses bedeutendste Wörterbuch in englischer Sprache soll es künftig statt in Druckform nur noch in digitaler Form geben, so gab der Verlag im März bereits bekannt. Nach 244 Jahren, auf die man zurückblickt, will man sich für die Präsentation des Wissens nun ausschließlich auf das Internet konzentrieren. Eine Woche lang konnte aufgrund der Umstellung dieser neue Auftritt kostenlos getestet werden und sollte der digitalen Enzyklopedia Britannica einen gebührenden Auftakt bescheren.

Die Ausgabe von 2010 wird noch in gedruckter Form erhältlich und damit die letzte Britannica dieser Art sein. Der Preis der noch 4 000 gelagerten Exemplare liegt bei ca. 1 400 Dollar. Das heutige Werk der Enzyklopädie sei jedoch mittlerweile so umfangreich, dass es nicht mehr in 32 Bänden untergebracht werden kann. Für die Online-Version stellt man außerdem einige Extras zur Verfügung, wie etwa eine Volltextsuche, Hyperlinks, Multimedia-Ergänzungen und Interaktionsmöglichkeiten, die dem Nutzer über den Browser oder aber per iOS-App zur Verfügung stehen.

Derzeit verfügt der Verlag über etwa 4 000 Autoren, zu denen unter anderem NASA-Wissenschaftler Jack J. Lissauer, Golfprofi Arnold Palmer und viele Nobelpreisträger gehören. Bis heute blieb die elfte Ausgabe von 1910/11 als klassische Ausgabe ein gesuchtes Sammlerstück für Bibliophilie.

2 Kommentare zu “Ende für gedruckte englischsprachige Enzyklopädie”

  1. Gunnar 22 März 2012 at 11:44 am #

    Hallo,

    ich finde das ist eine positive Entwicklung. Menschen die sich Lexikas nie als Bücher kaufen würden finden nun, dank Computer und Internet doch einen Zugang dazu. Auch ist es nur logisch auf ein besseren Speicher zurückzugreifen, wenn die Datenmenge zu groß ist, denn wer stellt sich schon 32 Bände eines Wörterbuches in den Schrank.

  2. Sabine 23 März 2012 at 12:24 pm #

    Gleich mal ausprobiert. Die Online-Bibliothek funktioniert in gewohnter Weise, wie man es von Wikipedia kennt. Allerdings ist die Seite komplett in Englisch. Die Volltextsuche stellt für mich einen wesentlichen Vorteil im Vergleich zum gedruckten Exemplar dar. So lässt es sich gezielt nach passenden Inhalten suchen. Die Seite beitet umfangreiches Informationsmaterial wie zum Beispiel eBooks, allerdings brauch man hierfür einen Premium-Account. Fazit: Die Online-Enzyklopädie ist für wissenschaftliche Arbeit geeignet.


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