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Die Plansprache Lingua Franca Nova

© fhmedien_de - Fotolia.com

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Als Plansprache bezeichnet man künstlich entwickelte, also geplante Sprachen. Hintergrund ist meist das Ziel, internationale Kommunikation zu erleichtern. Die wohl bekannteste und umfangreichste Plansprache ist Esperanto, doch daneben existieren noch zahlreiche weitere Projekte und Semiplansprachen. Hauptkritik an Plansprachen generell ist, dass sie nicht wirklich funktionieren, beziehungsweise keinerlei Vorurteile gegenüber einer natürlichen Sprache bieten. In der Tat haben nur wenige der weit über tausend Projekte eine gewisse Bekanntheit erreicht und nur eine, nämlich das bereits erwähnte Esperanto, wird noch heute nachweislich von einer Sprechergemeinschaft praktiziert.

Bei der Lingua Franca Nova, kurz LFN, handelt es sich ebenfalls um eine Plansprache, die von Dr. C. George Boeree entwickelt wurde. Er orientierte sich dabei an der fränkischen Sprache, die im Mittelalter im Mittelmeerraum von Händlern und Fahrern verwendet wurde. Erst 1998 wurde die Sprache veröffentlicht, rund 100 Menschen sollen sie heute beherrschen.

Die Sprache orientiert sich stark an Kreolsprachen: Zeiten werden durch Partikel ausgedrückt, es gibt viele Hilsverben, Artikel oder Personalpronomen werden nicht nach Geschlecht gebeugt, jedes Verb, Adjektiv und Adverb kann auch als Nomen verwendet werden und auch die Wortstellung ist restriktiv geregelt. Das Vokabular basiert dagegen auf fünf romanischen Sprachen: Französisch, Italienisch, Portugiesisch, Spanisch und Katalanisch, wobei Letztere nur benutzt wird, wenn die Vokabeln des entsprechenden Wortes in den vier anderen Sprachen zu stark voneinander abweichen.

Schreiben kann man die Sprache sowohl mit lateinischen als auch kyrillischen Buchstaben. Insgesamt 21 verschiedene Zeichen gibt es. Im Gegensatz zu den Buchstaben der deutschen Sprache gibt es etwa kein “H”,”K”,”Q” oder “W” und natürlich keine Umlaute wie “Ä” oder “Ö”.

Zwei kleine Beispiele, die klar machen, wie nah LFN zu romanischen Sprachen ist: Guten Tag auf LFN heißt, “Bon dia!”. Die Nachfrage, ob man eine Tasse Kaffe haben möchte, sieht so aus: “Tu gusta un tas de cafe?”

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