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Die Plansprache Esperanto

© Adam Wodarczyk - Fotolia.com

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Jeder hat schon mal von der internationalen Sprache Esperanto gehört. Doch kaum jemand weiß, wie sie entstanden ist und welches Ziel sie hat.

Der Augenarzt jüdischer Abstammung Dr. Lazarus Ludwig Zamenhof war es, der 1887 in Warschau die Sprache mit einem eigenen Lehrbuch vorgestellt hat. Damals hieß Esperanto eigentlich nur “Lingvo Internacia” (das bedeutet so viel wie internationale Sprache). “Esperanto” (also ein Hoffender) wurde der Arzt oft in seinem Umfeld genannt. Bald hat man diese Bezeichnung auch auf die Sprache, die er entwickelte, übertragen.

Zamenhof ist in der Stadt Bialystok im heutigen Polen aufgewachsen. Damals lebten hier Menschen verschiedener Nationalitäten – Polen, Russen, Deutsche und Litauer. Sie lebten aber nicht mit- sondern getrennt voneinander. Deswegen war die Atmosphäre meist von Feindseligkeiten oder gar Hass zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen geprägt. Die Gruppen hatten keinen Kontakt zueinander, weil sie sich auch nicht in einer gemeinsamen Sprache verständigen konnten. So kam der “hoffende” Augenarzt Zamenhof auf die Idee, eine neutrale Zweitsprache zu erschaffen, die die sprachlichen Grenzen überwinden und zur Verständigung der verschiedenen Gruppen beitragen sollte.

Das Interesse an Esperanto ist bis heute sehr groß. Es scheint, als hätte es der Erfinder tatsächlich geschafft, ein Mittel zur Völkerverständigung bereitzustellen. Die Sprache ist sicherlich so erfolgreich, weil sie leicht zu erlernen ist und zudem nicht das Ziel verfolgt, bestimmte Sprachen zu bevorzugen oder zu benachteiligen.

Mann kann auch annehmen, dass das Ziel von Esperanto eigentlich utopisch ist, dass man eine Völkerverständigung nie ganz erreichen wird. Doch Esperantosprecher verfolgen weiterhin ihr Ziel: sie wenden sich konsequent gegen die Unterdrückung sprachlicher und kultureller Minderheiten und gegen eine gezielte Ausnutzung sprachlicher oder kultureller Einflüsse, die versuchen, politische oder wirtschaftliche Machtinteressen durchzusetzten. Esperanto könnte also zur Zweitsprache für uns alle werden.

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