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Die internationale Plansprache Esperanto

© Adam Wodarczyk - Fotolia.com

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Die wohl am weitesten verbreitete und populärste Plansprache ist Esperanto. Unter dem Pseudonym „Doktoro Esperanto“, zu Deutsch etwa „der auf Esperanto Hoffende“, veröffentlichte der polnische Arzt und Philologe Ludwik Lejzer Zamenhof 1887 die Grundlagen der Sprache. Hintergrund der Kunstsprache stand die Absicht, internationale Verständigung zu erleichtern. Esperanto sollte also möglichst leicht zu erlernen sein, egal, aus welcher Sprachgemeinschaft man stammt. Anstatt sich auf eine Weltsprache zu einigen und dieser Sprachgemeinschaft damit im globalen Wettkampf viele Vorteile zu bescheren – so wie es heutzutage mit Englisch der Fall ist – wollte Zamenhof mit Esperanto eine neue und völlig neutrale Sprache entwickeln und damit eine fairere Kommunikation ermöglichen.

Bis heute wird Esperanto praktiziert und gesprochen. Die Schätzungen reichen von einigen tausend Muttersprachlern bis hin zu zwei Millionen Zweitsprachlern. Obgleich es nie einen großen Durchbruch für die Kunstsprache gab, jedenfalls nicht im Sinne ihres Erfinders und der Euphorie bei Beginn, gibt es einen großen Dachverband, den Esperanto-Weltbund. Zwei Drittel seiner Mitglieder leben in Europa, es werden lokale, nationale wie internationale Seminare, Kongresse und Feierlichkeiten organisiert. Auch im Internet gibt es Foren und Chaträume nur in Esperanto.

Nach der direkten Kommunikation nimmt die Kunstsprache Esperanto auch Einzug in Kunst und Kultur. Die Sparte der Esperanto-Literatur wächst fleißig heran und auch Esperanto-Musik, also Musik mit Texten in der Plansprache, ist zu finden. Selbst ganze Spielfilme wurden auf Esperanto produziert, etwa „Inkubo“ mit William Shatner. Die beliebte Online-Enzyklopädie Wikipedia gibt es auch auf Esperanto und schon seit rund 45 Jahren gibt es aus Peking, Havanna und der Vatikanstadt Radiosendungen auf Esperanto.

Neben dem offensichtlichen Scheitern, neue Weltsprache zu werden, wird Esperanto und seinem Erfinder Zamenhof oft vorgeworfen, nur einen misslungenen Versuch vorgelegt zu haben. Zahlreiche Linguisten und Sprachwissenschaftler bemängeln seine fehlenden Kenntnisse und falschen Prämissen, etwa, dass die meisten Vokabeln an slawischen und westeuropäischen Vokabeln orientiert sind und damit keinesfalls eine neutrale, faire Sprache geschaffen wird.

 

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