Der Rheingauer Dialekt

 

© cmfotoworks - Fotolia.com

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Es gibt sehr viele Dialekte in Deutschland. Im Süden ist das Bayerische und Schwäbische eine der vorherrschenden Dialekte. Im Norden wird platt gesprochen und irgendwo mittendrin gibt es auch noch das klassische Hochdeutsch. Doch die bekanntesten Dialekte sind natürlich nicht die einzigen. In Deutschland gibt es viele Dialekte.

In Hessen unterteilt sich der Dialekt noch einmal. Für wirkliche Könner des Dialektes kann schnell die Herkunft desjenigen herausgefunden werden, der gerade spricht. Dabei ist Peter-Michael Eulberg ein wahrer Kenner der verschiedenen Sprach-Variationen. Er brachte nun ein Wörterbuch heraus, indem er die vielen unterschiedlichen Aussprachen bestimmter Wörter vorstellt. „Aach Gude“ heißt das Buch.

Im Rheingau werde „fest“ nicht wie „fest“, sondern wird „fescht“ ausgesprochen. Doch auch bei den Rheingauern gibt es Unterschiede. Beispielsweise wird „derfste“ nur in Rüdesheim und südlich davon sowie in den Höhengemeinden gezischt. Jedes Wort hat seine Herkunft – und so auch jeder Dialekt. Deshalb stellt Eulberg in seinem Buch die unterschiedlichen Begriffe vor und geht dabei auch auf deren Geschichte ein. Doch das macht er nicht etwa auf trockene linguistische Weise, sondern beweist dabei auch ein Gespür für gute Unterhaltung.

Es gibt sogar einen Rheingauer Mundartverein, der sich mit den verschiedenen Aussprachen der Wörter beschäftigt. Dort gibt es manchmal sogar heftige Diskussionen unter den Mitgliedern, so unterschiedlich sind die Meinungen, wie etwas richtig im Dialekt ausgesprochen wird. Eulberg war Staatsanwalt und hielt eisern zu seiner Region in Südhessen. Selbst seine Plädoyers hielt er auf südhessisch. Sein Buch verspricht also nicht nur tiefe Einblicke, sondern auch einen Unterhaltungswert mit besonderer Note – der rheingau’schen eben.

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