Vodafone D2 Onlineshop

Cockney live erleben

clearlens-images / pixelio.de

Der einst nur über Subkulturen bekannte Londoner Dialekt “Cockney” ist spätestens seit es immer mehr etablierte Schauspieler in Filmen und Serien gibt, die den Slang sprechen, auch über die Grenzen Londons und Englands bekannt. Den derzeitigen Höhepunkt erreicht der Hype derzeit im Zombie-Klamauk “Cockneys vs. Zombies” (der Name wiederum kann als Anspielung auf das Computerspiel Plants vs Zombies verstanden werden). Die besondere Frage, die sich bei diesem Film stellt, der den schwer zu verstehenden Slang sogar in seinem Titel huldigt und der im Original wirklich kaum zu verstehen ist, ist nun, wie die Rezeption in der deutschen Übersetzung funktioniert.

Wer den berühmten Slang einmal Live und in Farbe erleben möchte, sollte unbedingt nach London reisen, my-entdecker hat dazu viele tolle Tipps – als “echte Cockneys” werden übrigens aber nur diejenigen Einwohner bezeichnet, die in Hörweite der Glocken von St Mary-le-Bow geboren sind.

Die Kirche St. Mary-le-Bow. © Ducan Harris

Die Kirche St. Mary-le-Bow. © Ducan Harris

Eine besonders spannende Eigenart des Dialektes ist das Ersetzen von Wörtern mit sich reimenden Pendants.

Wikipedia listet dazu unter anderem folgende Beispiele:

  • statt “cancel” (absagen) – reimt sich auf “Nigel Mansell” (britischer Formel I Pilot) – sagt man ” I had to nigel my holidays”
  • statt head (Kopf) – reimt sich auf loaf of bread (ein Laib Brot) – sagt man loaf, z. B. Use yer loaf!
  • statt look (Blick) – reimt sich auf butcher’s hook (Fleischerhaken) – sagt man butcher’s, z. B. Have a butcher’s!
  • statt money (Geld) – reimt sich auf bread and honey (Brot und Honig) – sagt man bread
  • statt wife (Ehefrau) – reimt sich auf trouble and strife (Kummer und Hader) – sagt man trouble
  • statt road (Straße) – reimt sich auf frog and toad (Frosch und Kröte) – sagt man frog
  • statt stairs (Treppen) – reimt sich auf apples and pears (Äpfel und Birnen) – sagt man apples
  • statt lies (Lügen) – reimt sich auf pork pies (Schweinefleischpastete) – sagt man Don’t tell porkies! (gemeint: Spinn nicht rum!)
  • statt years (im Sinne von lange, lange Zeit) – reimt sich auf donkey ears (Eselsohren) – sagt man I haven’t seen you for donkeys. (gemeint: Ich habe dich eine Ewigkeit nicht mehr gesehen.)

Hier gibt es sprachwissenschaftlich also einiges zu entdecken!

,

Noch keine Kommentare.

Hinterlasse eine Antwort