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Analphabeten: Konzept der einfachen Sprache

Anaphabetismus noch immer verbreitet - Foto von: © panthermedia.net/Andre Bonn

Anaphabetismus noch immer verbreitet - Foto von: © panthermedia.net/Andre Bonn

Analphabetismus ist ein großes Thema in Deutschland – rund vier Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind sogenannte totale, rund 14 Prozent funktionale Analphabeten. Erstere Gruppe meint all Diejenigen, die niemals in der Lage waren zu lesen oder zu schreiben. Von funktionalem Analphabetismus ist dann die Rede, wenn Menschen Buchstaben zwar erkennen und unter Umständen auch einige Wörter schreiben können, die Schrift im Alltag aber nicht angemessen einsetzen können. Die Bundesregierung hat nun zugesichert, das Konzept der Einfachen Sprache, das speziell für Analphabeten entwickelt wurde, zu unterstützen.

Es gibt zahlreiche Projekte zum Kampf gegen Analphabetismus

Seit 2006 setzt sich die Regierung bereits mit über 70 Millionen Euro auf diesem Feld ein. Zahlreiche Projekte sind so entstanden, darunter die „Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener“ oder die Unterstützung von „www.ich-will-lernen.de“. Der Fokus liegt dabei stets darauf, den Analphabeten den Zugang zum Arbeitsmarkt möglich zu machen sowie die Verbleibchancen auf dem Arbeitsmarkt für geringer qualifizierte Personen zu erhöhen. In die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung, kurz BITV 2.0, hat man nun außerdem auch eine Regelung zum Bereitstellen von Informationen in Leichter Sprache eingearbeitet. Die Internetauftritte der Bundesbehörden müssen nun Informationen über den Inhalt und die Navigationsmöglichkeiten der Webpräsenz enthalten.

“Leichte” und “Einfache Sprache” werden oft in einen Topf geworfen

Eine klare Trennung zwischen Einfacher und Leichter Sprache ist indes kaum möglich, wie die Bundesregierung bekannt gegeben hat. Allzu oft, so heißt es in einer Erklärung, würden beide Ausdrücke synonym verwendet werden. Mit der Leichten Sprache allerdings soll eigentlich das Ziel der Barrierefreiheit in den Vordergrund gerückt werden. Es geht dabei vornehmlich darum, niedrigschwellige Leseangebote zu machen, die es auch Analphabeten möglich machen, Texte zu verstehen und zu lesen. Die Leichte Sprache arbeitet aus diesem Grund mit kurzen Sätzen und anschaulichen Begriffen, die durch Bildelemente unterstützt werden. Schwierige Satzkonstruktionen werden vermieden, besonders bei Flyern, Broschüren und auf Homepages ist das wichtig zu beachten.

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