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160 Zeichen: Sprachverkürzung durch SMS

© Ricktop - Fotolia.com

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Sprachwissenschaftler sehen schon länger die “Verrohung” der deutschen Sprache. Umgangssprache, Anglizismen und neue Wortschöpfungen sind dabei nur Teilaspekte der problematischen Sprachentwicklung. Das Gothe-Institut sieht insbesondere durch den Gebrauch neuer Kommunikationswege die Sprache im Wandel: SMS, E-Mail, Chat-Nachrichten, Facebook- oder Twitter-Posts. Die Kommunikation muss dabei vor allem eines sein: kurz.

Geburtstagskarten finden nur noch vereinzelt den Weg in den Postkasten und wenn, dann nur von Oma und Opa, möglichst mit einem monetären Zusatz versehen. Geburtstagsanrufe bekommt man in der Regel nur von nahestehenden Person. Dennoch vibriert und ertönt das Handy am laufenden Band. Eine SMS jagt die Nächste und die Pinnwand des Facebook-Account füllt sich unaufhörlich. Geburtstagsgrüße per SMS zu verschicken ist so normal geworden wie bargeldloses Bezahlen. Dabei nutzen die Wenigsten die ohnehin schon stark verkürzte Buchstabenanzahl für eine SMS. 160 Zeichen? Unnötig! Stattdessen kommt ein “Happy B-Day” mit Smiley. Diese Zeichenzusammenstellung aus Doppelpunkt, Minuszeichen und Klammer-Auf-Symbol ist sowieso schon zum Synonym von Gefühlsausdrücken geworden. Mit sogenannten “Emoticons” kann so gute wie jede Gefühlslage und wenige Zeichen gepresst werden: :-), ;-(, :-O! Viele versuchen erst gar nicht, ihrem Gegenüber mit einem einfachen Satz mitzuteilen, dass die etwas lustig finden. Ein kurzes “Lach” tut es auch.

Ohnehin ist die Kurznachrichten-Sprache überwiegend englischsprachig geprägt. So wird aus einem auch sehr kurzen “Bis bald” oder “Auf Wiedersehen” ein “CU”, lautsprachlich adaptiert vom englischen “See You”. Aus “Heute Abend” wird “2 N8″, was “mehr oder weniger das Wort “Tonight” darstellen soll. Auch Abkürzungen wie “LoL” (Laughing out Loud) oder “Rofl” (Rolling on the Floor laughing) gehören zur gängigen Sprache der SMS-Generation. Wobei der E-Mail-Verkehr aufgrund der Unbegrenztheit noch die bessere Alternative darstellt. Dennoch fehlt es auch dabei – wie bei der SMS – an Genauigkeit, Grammatik und Ausdruck.

 

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3 Kommentare zu 160 Zeichen: Sprachverkürzung durch SMS

  1. Gunnar 11.05.2012 at 10:14 am #

    Hallo,

    also generell kann Sprache viele Formen haben, auch Kurzformen, da sie dem Medium angepasst ist (bei den Römern gab es auch so etwas in Latein). Solang die Kurzform der Sprache, in diesem Falle sms Sprache auf das Medium begrenzt bleibt ist alles in Ordnung. Nur wenn sie in andere Medien zum Beispiel Bücher, Zeitungen übergreift sollte man sich Sorgen machen.

    Gruß G

  2. annabell1990 29.05.2012 at 11:42 am #

    Hi, also ich weis nicht. Solang man nicht in einem Brief oder einer Email so schreibt wie man eine sms schreiben würde. besteht doch keine Gefahr.

    Grüße
    Annabell

  3. Bettina 13.10.2013 at 10:07 am #

    Bei Annabell sieht man ja schon, wo es hin führen kann, wenn die jungen Leute heute kein richtiges Deutsch, keine Rechtschreibung und keine Grammatik mehr lernen!

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